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Bei uns in Hückelhoven zu besichtigen
Der T3 Syncro wurde im Auftrag von VW beim Allrad-Spezialisten Steyr-Puch im österreichischen Graz gebaut. Bei mehr als 1,3 Millionen gebauten T3 wurden lediglich 43.468 Syncro gefertigt, hiervon nur 2.138 als echte 16-Zoll-Variante. Die 16-Zoll-Modelle sind dabei nicht einfach ein T3 Allrad mit größeren Rädern, sie hatten ab Werk unter anderem ein geändertes Fahrwerk, eine größere Bremsanlage und eine verstärkte Karosserie. Hierdurch war das Leergewicht gegenüber der "normalen" 14-Zoll-Version um 50 kg höher. Das erste äußerliche Erkennungszeichen sind die markanten Radlaufverbreiterungen zur Freigängigkeit der großen Räder.
Die 16-Zoll-Doppelkabine ist mit einer Stückzahl von nur 586 Einheiten eines der seltensten Nutzfahrzeuge, die je in Graz vom Band liefen. Unsere Doka ist zudem anhand ihrer Fahrgestellnummer und der Erstzulassung im Juli 1992 nachweislich eine der allerletzten T3 Syncro, die überhaupt produziert wurden. Gebaut wurde sie wahrscheinlich für den Einsatz als Fahrzeug eines Jägers, worauf unter anderem der charakteristische Gewehrhalter im Innenraum und die Auslieferung in der Originalfarbe Escorialgrün hinweisen.
Die Doka wurde bis heute immer dafür genutzt, wofür sie gebaut wurde, als Arbeitsgerät. Dementsprechend wurde sie bisher nie als Liebhaberfahrzeug restauriert, sondern mit regelmäßigen Wartungen verkehrstauglich und einsatzbereit instand gehalten. Sie befindet sich bis heute größtenteils im Erstlack, im unteren Bereich gibt es allerdings einige laienhafte Karosseriereparaturen sowie Roststellen der letzten Jahrzehnte. Dennoch besitzt sie ein H-Kennzeichen und wird auf Wunsch mit neuem TÜV übergeben. Sie ist mit dem 1,6L / 70PS Turbodiesel (Motorkennbuchstabe JX) sowie dem syncro-typischen 4+G-Schaltgetriebe mit dem Visco-Allradantrieb und zwei zuschaltbaren Differenzialsperren ausgestattet. Der Motor hat aktuell eine frische Inspektion sowie neue Glühkerzen erhalten.
Diese Doka kann in Zukunft somit in verschiedene Richtungen genutzt werden. Entweder man macht es so wie wir in den letzten Jahren, schaut, dass der Zustand nicht schlechter wird, nutzt sie und hat Spaß mit ihr, oder man restauriert sie und hat ein wirklich seltenes Sammlerstück. Oder beides. Eine Besichtigung ist nach Terminabsprache jederzeit gerne möglich.