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Ankunft bei uns in Hückelhoven im Juli.
Den T2ab DeLuxe Survivor konnten wir im kalifornischen Santa Cruz ankaufen. Der Bulli stammt aus dem Baujahr 1972 und ist damit das Übergangsmodell zwischen dem T2a und dem späteren T2b, der ab 1973 auf den Markt kam. Nur in diesem Modell gab es noch die klassische Front und die runden Stoßstangen des T2a, aber schon den größeren Motorraum für den Flachmotor. In unserem T2ab ist deshalb auch ab Werk bereits der 1,7 Liter / 66PS Typ4 mit der originalen Solex-Doppelvergaseranlage verbaut (Motorkennbuchstabe CB). Die DeLuxe-Modelle wurden von VW – wie der Name schon sagt – mit mehr Luxus ausgestattet. So hatten diese Bullis umlaufende Chromleisten an der Karosserie, um den Frontgrill und in den Fenstergummis. Für den US-Markt gab es zusätzlich die klassischen Stoßstangenhörner.
Die Historie unseres T2ab ist nicht ganz geklärt. Der Wagen wurde nach seiner Produktion in Hannover direkt nach Kalifornien ausgeliefert. Die ersten Nummernschilder, die „California Blue Plates“, die es nur bis Anfang der 80er-Jahre gab, sind bis heute am Fahrzeug. Der Erstbesitzer bestellte ihn in der wohl klassischsten frühen T2-Farbkombination: Sierragelb/Pastellweiß, und ließ direkt den passenden Dealer-Stripe anbringen. Neben der Farbe konnte man beim Händler auch ein Dekor-Streifendesign auswählen. Da es sehr viele verschiedene Designs gab, sieht man eine Kombination aus Farbe und Streifen eigentlich nie ein zweites Mal. Angeblich wurde der Wagen bereits Mitte der 80er-Jahre abgemeldet und hat nur 52.000 Meilen gelaufen. Der letzte Besitzer hat ihn neben anderen Oldtimern bereits vor vielen Jahren von einem Sammler als Schuldenausgleich erhalten. Er ist jedoch bereits vor einigen Jahren verstorben und hat den Wagen nie bewegt. Wir haben von der Geschichte erfahren und konnten den Bulli schließlich von der Witwe kaufen.
Der Bulli ist ungeschweißt und hat eine typisch kalifornisch trockene und gut erhaltene Karosserie. Dennoch gibt es nach 54 Jahren ein paar wenige kleine Stellen, die instandgesetzt werden sollten. Alle obligatorischen Karosseriepunkte wie Radkästen, Kniestücke, Schweller etc. sind sehr gut erhalten. Genau wie die Karosserie ist auch die Innenausstattung vollständig. Man kann die Polster überarbeiten und den Wagen in seiner Patina erhalten. Wer es lieber neuwertig möchte, sollte die Sitze neu beziehen lassen. Der Himmel befindet sich in ungewöhnlich gutem Zustand. Auch die Technik ist komplett. Da jedoch irgendwann bereits an der Zündung „herumgefummelt“ wurde und aufgrund der langen Standzeit, haben wir vor Ort keinen Startversuch unternommen. Dennoch wollten wir wissen, ob sich der Motor bewegt, und haben ihn über den Anlasser drehen lassen. Er dreht problemlos und macht auch sonst keinen defekten Eindruck. Die Bremsen funktionieren, das Getriebe schaltet.
Wir werden den Wagen nach seiner Ankunft in Deutschland überarbeiten und ihn im Anschluss zulassungsbereit anbieten. Momentan steht er ausschließlich im Ist-Zustand zum Verkauf. Hilfe bei der TÜV-Vorführung bzw. Zulassung ist natürlich kein Problem.